Klimaschutz beginnt mit Transparenz:
Wir ziehen Bilanz
Als kommunales Stadtwerk tragen wir eine besondere Verantwortung, aktiv zum Klimaschutz beizutragen und nachhaltige Lösungen für Bocholt und unsere Region zu gestalten. Eine zentrale Grundlage dafür ist die Treibhausgasbilanzierung: Sie erfasst systematisch alle Emissionen, die durch unsere Angebote und Dienstleistungen entstehen – von der Energie- und Wasserversorgung, dem Betrieb des Glasfasernetzes, über den städtischen Busverkehr bis hin zu unseren beiden Schwimmbädern.
Mit dieser Bilanz schaffen wir Transparenz über unsere Klimawirkung, identifizieren Einsparpotenziale und entwickeln gezielt Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen. So können wir gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden den Weg in eine klimafreundliche Zukunft gestalten.


Die Treibhausgasbilanz der Stadtwerke Bocholt wurde auf Basis des international anerkannten Greenhouse Gas (GHG) Protocol erstellt, das eine standardisierte Erfassung betrieblicher Emissionen gewährleistet. Ziel ist es, die durch die Geschäftstätigkeit verursachten Treibhausgase systematisch zu erfassen, ihre Auswirkungen auf das Klima zu bewerten und darauf aufbauend geeignete Minderungsmaßnahmen abzuleiten.
Das GHG Protocol unterscheidet hierzu drei Emissionsbereiche (Scopes), die direkte und indirekte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette voneinander abgrenzen. Ergänzend lässt sich der Ausstoß auch in „interne Emissionen“ und „kundenbezogene Emissionen“ gliedern. Gerade die Nutzung der an Kunden gelieferten Energieprodukte hat dabei einen wesentlichen Anteil an den Gesamtemissionen. Die unternehmenseigenen Emissionen werden den Scopes 1 und 2 sowie jenen Bereichen von Scope 3 zugeordnet, die durch das Unternehmen direkt beeinflusst werden können, wie etwa Dienstreisen oder das Pendelverhalten der Beschäftigten.
| Gesellschaft | Emissionen (tCO₂eq) | prozentualer Anteil |
|---|---|---|
| Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH | 160.453,16 | 97,35 % |
| Bocholter Bäder GmbH | 3.250,93 | 1,97 % |
| Stadtbus Bocholt GmbH | 1.121,36 | 0,68 % |
| Emissionen gesamt | 164.825,46 | 100,00 % |
| Geltungsbereich | Emissionen (tCO₂eq) | prozentualer Anteil | Beschreibung der Scopes |
|---|---|---|---|
| Scope 1 | 8.010,19 | 4,86 % | Direkte Verbrennung am Standort |
| Scope 2* | 3.991,38 | 2,42 % | Energiebezug und Verbrauch am Standort |
| Scope 3 | 152.823,89 | 92,72 % | Emissionen entlang der Wertschöpfungskette |
| Gesamtergebnis | 164.825,46 | 100,00 % |
| Emissionskategorie | Emissionen (tCO₂eq) | prozentualer Anteil |
|---|---|---|
| Vorketten | 36.332 | 22,0 % |
| Stromlieferung | 20.227 | 12,3 % |
| Erdgaslieferung | 90.570 | 54,9 % |
| Sonstige | 5.695 | 3,5 % |
| Scope 3 gesamt | 152.824 | 92,70 % |
Die strategische Planung der Stadtwerke Bocholt bildet die Basis für kommunale Klimaneutralität. Der erste Schritt zur Roadmap ist die Erfassung bestehender und angedachter Maßnahmen. Mit der Entwicklung weiterer Maßnahmen wird eine Roadmap mit Zeitplan und spartenspezifischen Strategien aufgestellt.

Wärmeerzeugung:
► Nutzung klimaneutraler Energieträger (z. B. Biogas-Wärme)
► Modernisierung der Anlagen
► Vermeidung von Wärmeverlusten
Betrieb:
► Etablierung eines Klimaschutzmanagements
► Betriebliches Vorschlagswesen zur Energieeinsparung
► klimafreundliche Mobilität der Beschäftigten
► Schulungen zu energiesparendem Verhalten
► Förderung von digitalen Konferenzen und Homeoffice
Bäder:
► Nutzung klimaneutraler Energieträger (z. B. Biogas-Wärme)
► Modernisierung der Anlagen
► Vermeidung von Wärmeverlusten
Gebäude:
► Dämmung und Sanierung
► Installation von Solarthermie- und PV-Anlagen
► Modernisierung der Heizungsanlagen
► alternativ: Anbindung an Wärmenetze
► Umstellung auf LED-Beleuchtung (bereits in Umsetzung)
Netze:
► Verringerung von Leitungsverlusten
► Umstellung auf LED-Beleuchtung (Straßenbeleuchtung, bereits weit fortgeschritten)
Busflotte:
► Modernisierung und schrittweise Umstellung auf Elekrobusse


► progressive Substitution von Erdgas durch Biogas, Wasserstoff und weitere klimaneutrale Energieträger
► weiterer Zuwachs an Ökostrom
► sukzessive Senkung der Vorkettenemissionen
(Prognose auf Basis der Agora-Studie „Klimaneutrales Deutschland 2045")
Wir verstehen unsere Treibhausgasbilanz als wichtigen Schritt, um Transparenz zu schaffen und Verantwortung zu übernehmen. Auf dieser Grundlage entwickeln wir konkrete Maßnahmen, um unsere Emissionen nachhaltig zu reduzieren. So leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Zukunftsfähigkeit unserer Region.
Gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern werden wir diesen Weg konsequent weitergehen. Gemeinsam können wir viel bewegen und eine lebenswerte Zukunft für kommende Generationen gestalten.

| Steckbrief zum Förderprojekt | |
|---|---|
| Titel: | Entwicklung der Stadtwerke Bocholt GmbH zu einer klimaneutralen Institution |
| Laufzeit des Vorhabens: | folgt |
| Beteiligte Partner: | Stadtwerke Bocholt GmbH, Trianel GmbH |
| Förderkennzeichen: | 67K23941 |
| Ziel und Inhalt des Vorhabens: | Beratungsleistungen |
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Link zur Projektträgerin: https://www.klimaschutz.de/de/foerderung/kommunalrichtlinie

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Ihr IT-Team der Stadtwerke Bocholt Rhede